Versöhnlicher Abschluss trotz Niederlage: Hanau liefert Crailsheim großen Kampf

„Wir wollten die Fans stolz machen“ – die HEBEISEN WHITE WINGS haben den Worten von Headcoach Simon Cote gegen die Crailsheim Merlins im letzten Saisonspiel mehr als erfüllt. Gegen den Aufstiegsaspiranten und Tabellenzweiten unterlagen die Hanauer in eigener Halle zwar 80:83(38:44), hatten den Favoriten vor gut 1000 Zuschauern aber am Rande einer Niederlage.

Den besseren Start in die Begegnung erwischten die Gäste, die von Beginn an klar machten, dass sie trotz des sicheren zweiten Platzes das Spiel nicht herschenken werden. Schnell gingen die Crailsheimer 15:3 in Führung und zwangen Hanauer zur ersten Auszeit. Nur langsam kamen die HEBEISEN WHITE WINGS in die Partie, doch zum Viertelende war der Anschluss geschafft. Brian Sullivan versenkt den Dreier und Isaiah Sykes vollendet mit der Sirene den Fastbreak nach eigenem Ballgewinn zum 21:26. Die Flügelträger brachten vor allem die großen Jungs der Merlins in Probleme. Der ehemalige Nationalspieler Konrad Wysocki und der BBL-erfahrene Patrick Flomo sind früh foulbelastet. So kann Hanaus Josef Eichler von der Freiwurflinie kurz vor der Halbzeitpause auf 38:42 verkürzen.

Kaum aus der Kabine trifft Eugene Harris einen Dreier und verkürzt auf 41:44. Nach nur 2:30 Minuten im dritten Viertel kann Till-Joscha Jönke – der am Ende mit 11 Punkten, 7 Rebounds und 8 Assists sogar am Triple-Double schnuppert – die Gäste-Führung erstmals auf einen Punkt reduzieren (45:46). Nachdem Eichler Wysocki bereits das vierte Foul anhängen konnte, erzielte der Hanauer Center den ersten Ausgleich (48:48, 25.). Einen Dreier von Kruize Pinkins zum 53:53 (27.) kontert Bogdanov eiskalt aus der Distanz. Doch die HEBEISEN WHITE WINGS sind nun drauf und dran, das Spiel zu drehen. Brian Sullivan setzt 25 Sekunden vor Viertelende Paul Albrecht gekonnt in Szene. Der Power Forward ist nur per Foul zu stoppen und erzielt von der Freiwurflinie die erste Hanauer Führung (63:61).

Im Schlussviertel geht das Spiel hin und her, am Ende der Begegnung wechselt die Führung sechs Mal, dazu steht es sieben Mal unentschieden. 90 Sekunden vor Spielende bringt Pinkins seine Farben auf 79:80 heran. Der US-Amerikaner greift sich in der nächsten Situation den Offensivrebound, vergibt allerdings die folgende Wurfchance. Die Hanauer können den Angriff der Merlins stoppen, vergeben Sekunden vor Ende jedoch den Ausgleich.

„Das war heute eine unglaubliche Unterstützung für beide Mannschaften“, resümierte Crailsheims Trainer Tuomas Iisalo. „Das Team und die Coaches machen in Hanau einen guten Job. Sie haben uns heute vor große Probleme gestellt. Aber wir haben die mentale Stärke, so enge Spiele für uns zu entscheiden. Die haben wir uns im Laufe der Saison erarbeitet“, so der Finne weiter.

„Wir wollten die Fans stolz machen und uns mit erhobenen Kopf von ihnen verabschieden, das ist uns mit diesem Spiel gelungen“, sagte Hanaus Headcoach Simon Cote. „Wir haben wie in Heidelberg gut gekämpft und sind als Team aufgetreten, darauf bin ich sehr stolz.“ Mit Blick auf die gesamte Saison sagte Cote: „Wir haben eine sehr gute Hinrunde gespielt, haben dann ein wenig unser Selbstvertrauen verloren, als wir den Negativlauf hatten. Aber mit den letzten beiden Spielen haben wir uns da rausgearbeitet. Wir haben als Team agiert, hatten eine gute Moral und der Support von der Bank war großartig – das macht mich als Coach sehr stolz.“

Am Samstagabend fehlte nur das i-Tüpfelchen mit dem zweiten Sieg in dieser Saison über die Crailsheim Merlins.

Für die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau spielten:
Spieler (Punkte / Rebounds / Assist)
Kruize Pinkins (25 / 12 / 4)
Eugene Harris (8 / 2)
Paul Albrecht (7 / 4 / 1)
Josef Eichler (8 / 3)
Christian von Fintel (3 / 2)
Benedikt Nicolay
Ruben Spoden (0 / 1)
Julian Albus dnp
Brian Sullivan (11 / 0 /1)
Till-Joscha Jönke (11 / 7 / 8)
Isaiah Sykes (7 / 8 / 2)
Für die Crailsheim Merlins spielten:
Spieler (Punkte / Rebounds / Assist)
Christopher Dunn (10 / 5 / 6)
Chase Griffin (12 / 2 / 2)
Nimrod Hilliard (19 / 4 / 5)
Konrad Wysocki (2 / 1 / 2)
Patrick Flomo (9 / 5 / 2)
Tuukka Kotti (12 / 8)
Michael Jost (1 / 1 / 1)
Jeramie Woods (9 / 3 / 1)
Martin Bogdanov (9 / 1 / 1)