White Wings bleiben chancenlos in Quakenbrück

Während das Hinspiel gegen die Artland Dragons im November noch eine enge, spannende Partie war, mussten sich die EBBECKE WHITE WINGS Hanau beim Rückspiel mit einer schmerzhaft hohen Niederlage auf den Heimweg machen. 111:56 lautete der Endstand in Quakenbrück.

Bereits die Vorzeichen sprachen gegen die Gäste aus Hanau, denn beide Mannschaftskapitäne fehlten. Till Jönke blieb verletzungsbedingt zu Hause und Josef Eichler wurde von der Liga aufgrund eines Ellbogentreffers an Maurice Pluskota beim Spiel gegen die PS Karlsruhe Lions am 22. Dezember für ein Spiel gesperrt. „Damit haben uns nicht nur zwei Leader und Stammspieler auf dem Feld gefehlt, sondern auch zwei starke Kämpfer“, sagt Hanaus Headcoach Simon Cote nach dem Spiel.

Damit hatten die White Wings nur einen Point Guard für die Partie und eineinhalb „große“ Jungs unter dem Korb. Das machte sich nicht nur in der Belastung der angetretenen acht Jungs bemerkbar. Auch fehlte dem Spiel von Anfang an ein Mittel gegen die Dragons, bei denen gleich vier Spieler aus der Dreierdistanz einen absoluten Sahnetag erwischt hatten: Chase Griffin, Thorben Döding, Danielius Lavrinovicius und vor allem Neuzugang Brian Oliver waren schlichtweg nicht zu stoppen. So gerieten die White Wings bereits früh ins Hintertreffen, lagen in der vierten Spielminute schon mit acht Punkten hinten. Das Offensivspiel lief auf der anderen Seite vor allem über Dorian Pinson. „Er hat heute mit sehr viel Herz gespielt“, attestiert Cote. Dennoch: Bereits früh gerieten die Hanauer ins Hintertreffen und gingen mit einem 29:13-Rückstand ins zweite Viertel.

Da zumindest bäumte sich das Team auf. Beflügelt durch einen Steal von Pinson, den er auch noch in einen starken Dunk ummünzte, erkämpften sich die White Wings ab der dritten Minute einen beachtenswerten 11:0-Lauf.  „Das war ein wirklich guter Moment für uns“, so Cote. Alex Angerer, Jordon Talley und Kalidou Diouf trugen wichtige Treffer bei. Der Vorsprung der Gastgeber war auf acht Punkte geschmolzen – dann allerdings antworteten sie ihrerseits mit einem Lauf. Demetris Morant machte sieben Punkte in Folge, dann legte Oliver noch einen Dreier nach. Halbzeitstand: 48:30.

Auf diesem Vorsprung wollte sich das Team aus Quakenbrück nicht ausruhen. Statt dessen drückten die Dragons weiter – und die White Wings gerieten endgültig unter die Räder. Trotz einiger guter Würfe durch Talley, Angerer, Diouf und Pinson gelang es nicht, mit den starken Gastgebern Schritt zu halten, die nun endgültig aus der Distanz warm gelaufen waren. Vor allem Oliver schien quasi jeder Wurf aus der Distanz zu gelingen. Der Zwischenstand von 74:48 spricht für sich.

Besonders schmerzhaft endete das Spiel dann mit dem letzten Viertel. „Unsere Jungs waren fertig und müde. Und die Dragons haben bis zum Ende starken Druck gemacht. Sie wollten offensichtlich so hoch scoren wie möglich“, erklärt Cote. Auch eine kurze Verschnaufpause in Form eines Timeouts in der vierten Spielminute half nicht. Der Motor bei den Dragons rollte, beinahe jeder Wurf war ein Treffer. Die Siebenerrotation aus Hanau, die in dieser Phase auch von Youngster Griffin Bauer unterstützt wurde, hatte nichts mehr entgegenzusetzen – die vorherigen 30 Minuten hatten zu viel Kraft gekostet. Die Artland Dragons erzielten so 37 Punkte – die EBBECKE WHITE WINGS Hanau gerade einmal acht. Mit 111:56 setzte es damit die höchste Saisonniederlage der aktuellen Spielzeit.

Die Worte in der Kabine fielen entsprechend kurz aus. „Nach einem solchen Spiel ist es ohnehin nicht möglich, das Richtige zu sagen“, so der Hanauer Headcoach. „Wichtig ist vor allem eins: Wir müssen dieses Spiel so schnell wie möglich hinter uns lassen.“

Highlights aus der Partie sowie die Pressekonferenz können im Livestream-Channel der EBBECKE WHITE WINGS Hanau unter https://airtango.live angesehen werden.

Für die EBBECKE WHITE WINGS Hanau spielten:

Jordon Talley (10 Punkte/2 Rebounds/1 Assist)
Griffin Bauer (0/0/0)
Dorian Pinson (16/4/5)
Jeramie Woods (2/4/0)
Luquon Choice (6/2/3)
Alexander Angerer (5/5/1)
Benedikt Nicolay (3/1/0)
Kalidou Diouf (14/8/1)